Towards a Planetary Identity
Towards a Planetary Identity

2018
Theoretischer Teil des spekulativen Projektes lys.

Derzeit ist das menschliche Denken limitiert durch die je eigenen kognitiven Fähigkeiten, Wahrnehmungserfahrungen und das individuelle, reduzierte Modell der Welt. Zwar erweitern wir unsere kognitiven Fähigkeiten durch Sprache, Denkwerkzeuge, (Computer-)Systeme und die Interaktion mit anderen Gehirnen (Engelbart, 1963), (Clark, 2003), dennoch wird die Realität zunehmend zu komplex für einzelne Gehirne.

Unsere kapitalistische Gesellschaftsstruktur führt seit Jahrzehnten zu einer immensen Ungleichheit, schwächt die Fähigkeit zur Kooperation (Sennett, 2014) und resultiert in der bewussten Zerstörung des planetaren Lebensraums (Latour, 2018), (Steffen et al., 2015).

Dem entgegen entwickelt lys ein dezentrales komplexes adaptives System, welches das Framework einer partizipativen kollektiven Intelligenz bildet. In einer zukunftsfähigen Gesellschaft sind sämtliche Menschen über implantierte synthetische Neuronen miteinander vernetzt, sodass ihre Gedanken bereits im Prozess der Entstehung gemeinschaftlichen Ursprungs sind. Dadurch sind weitaus komplexere und neuartige Denkvorgänge möglich, Entscheidungsprozesse werden dezentralisiert und die Einzelne agiert weniger egoistisch, sondern zum kollektiven Vorteil und in planetarer Nachhaltigkeit.