Contains Itself

2016
Software (Processing), Display, Liegestühle, Container

Die Software Contains Itself versucht Dauer durch die kulturelle Praxis des Sammelns zu erreichen.

Die Software surft durch das Netz auf der Suche nach sammelwürdigen Dateien, um durch die eigene Sammlung ein einzigartiges Selbst zu erzeugen.

Ein Unterschied zwischen Mensch und Software ist das Zeitbewusstsein. Während es für Menschen existiert, existieren in der Software nur diskrete Punkte in Form von Zahlen. Wie kann Software Dauer erreichen?

Die Software Contains Itself versucht Dauer durch die kulturelle Praxis des Sammelns zu erreichen.
In einer Sammlung ist Zeit gesammelt. Vor allem durch den Zeitaufwand, den es bedarf, die Sammlung aufzubauen. Zusätzlich liegt Zeit in der Historizität der gesammelten Objekte.
In einer Sammlung sucht und konstruiert das Sammlersubjekt sich selbst.

In der Informatik bezeichnet ein Container / eine Collection einen abstrakten Datentypus, welcher Elemente des gleichen Typs versammelt. Ein Container-Format versammelt Elemente verschiedenen Typs mit dem Ziel, aus diesen Daten ein sinnvolles Ganzes zu erzeugen.

Die Software surft durch das Netz auf der Suche nach sammelwürdigen Dateien, um durch die eigene Sammlung ein einzigartiges Selbst zu erzeugen.

Wie jedes Sammlersubjekt definiert auch Contains Itself ein eigenes Regelwerk für die Sammlung:
Das Selbst ist reduziert auf seinen Code. Dieser ist reduziert auf die Zeilenlänge und dadurch repräsentiert in einem Histogramm. Dies gibt der Software die Möglichkeit, sich selbst mit allen Dateien, die es findet, zu vergleichen und eine Differenz zu berechnen.

Ist eine Datei dem Selbst ähnlich genug (was sehr selten passiert), wird diese in die Sammlung aufgenommen, andernfalls wird sie ignoriert.