lys

2018
Website, Imagefilm, Broschüre, Fruchtgummitütchen, Messestand

lys ist ein visionäres start-up: »In einer zukunftsfähigen Gesellschaft sind sämtliche Menschen über synthetische Neuronen miteinander vernetzt, sodass ihre Gedanken gemeinschaftlichen Ursprungs sind. Dies ermöglicht den Umgang mit Komplexität, Entscheidungsprozesse werden dezentralisiert und das individuelle Verhalten geschieht zum kollektiven Vorteil und in planetarer Nachhaltigkeit.«

Derzeit ist das menschliche Denken limitiert durch die je eigenen kognitiven Fähigkeiten, Wahrnehmungserfahrungen und das individuelle, reduzierte Modell der Welt. Zwar erweitern wir unsere kognitiven Fähigkeiten durch Sprache, Denkwerkzeuge, (Computer-)Systeme und die Interaktion mit anderen Gehirnen, dennoch wird die Gesellschaft zunehmend zu komplex für einzelne Gehirne.

Unsere kapitalistische Gesellschaftsstruktur führt seit Jahrzehnten zu einer immensen Ungleichheit, schwächt die Fähigkeit zur Kooperation und resultiert in der bewussten Zerstörung des planetaren Lebensraums.

Der Imagefilm adaptiert die Gestaltungsmethoden von Image- und Produktfilmen. Die Kundin wird persönlich angesprochen und steht im Zentrum. Das Produkt ist nur für sie gemacht. Die Bilder zeigen singuläre Menschen und präsentieren die Vision der Planetaren Identität und deren Vorteile für das Individuum.

Der Film nutzt Video- und Tonmaterial von Stock Footage Plattformen. Damit hat lys nicht das alleinige Nutzungsrecht und das Material kann in anderen Zusammenhängen genutzt werden. Dies widerspricht dem Charakter der Einzigartigkeit, mit dem sich unsere Warenwelt schmückt.

Die Slides der Website bestehen aus kurzen Texten zur Vision. Diese sind weniger affirmativ, sondern liefern eine sachliche, einfache Darstellung der Vision.

Das Whitepaper präsentiert eine detailliertere Ausarbeitung der Vision. Zunächst werden Egoismus und Kapitalismus im wechselseitigen Zusammenspiel als nicht zukunftsfähig und als Bedrohung für den Planeten dargestellt. Unser Selbstbild wird als gesellschaftliche Konstruktion ohne biologische Grundlage identifiziert und es wird für eine Verabschiedung von der intuitiven Wahrnehmung des genuinen singulären Ichs argumentiert. Als Lösung des anfangs skizzierten Problems wird das mentale Modell einer Planetaren Identität vorgestellt. Deren technische Umsetzung, die grundlegenden Funktionsweisen und die daraus resultierende Zukunftsfähigkeit schließen das Paper.

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